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„Ich kann nur helfen, wenn ich auch hingehe“
Foto: Volker Beushausen

„Ich kann nur helfen, wenn ich auch hingehe“

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: Jennifer von Glahn

Dieser Satz ist für Henry Burda mehr als eine spontane Bemerkung. Er ist Haltung. Mit 21 Jahren ist er der jüngste Ratsherr in Waltrop.

Während viele Gleichaltrige noch überlegen, wo sie politisch stehen, sitzt er bereits in Ausschüssen, diskutiert über Verkehrsführung, Feuerwehrstandorte und nachhaltige Stadtentwicklung. Politik beginnt für ihn direkt vor der eigenen Haustür. „Ich war schon immer politisch interessiert“, sagt er. Die Gründe dafür seien vielfältig. Es gehe ihm darum zu verstehen, warum etwas entschieden wird. Warum eine Idee als gut gilt oder verworfen wird. Und vor allem darum, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Der Schritt in die aktive Politik kam nicht aus einem großen Plan heraus, sondern aus Überzeugung. Er trat in die SPD ein, wollte sich einbringen. „Bürgermeister Marcel Mittelbach hatte mich persönlich angesprochen“, erzählt er lachend. Zunächst engagierte Henry sich als sachkundiger Einwohner im Ausschuss für öffentliche Ordnung und Bürgerservice.
Dort ging es um Sicherheit, Verwaltung, Bürgerservice, also um die konkreten Abläufe des städtischen Lebens. Das war sein erster Schritt, der viel veränderte, denn heute ist er Ratsherr, und damit Teil der Entscheidungen, die seine Generation noch jahrzehntelang betreffen werden.

„Mit 21 Jahren ist man in einem Stadtrat eine Ausnahme. Die meisten politischen Karrieren beginnen später“, sagt er. Neben der Politik ist Henry auch ehrenamtlich aktiv bei der Waltroper Feuerwehr. Ein großer Punkt, der seine politische Motivation ausmacht, ist das Ehrenamt. „Das Ehrenamt ist ein fundamentaler Pfeiler für unsere Gesellschaft“, sagt er überzeugt. „Politik ist eine Möglichkeit, Ehrenamt nicht nur zu würdigen, sondern strukturell zu stärken“. Heute vertritt er das Thema Feuerwehr zudem auch politisch. Der Neubau der Feuerwache an der Recklinghäuser Straße liegt in seinem Wahlbezirk. Für ihn ist das kein abstraktes Bauprojekt, sondern eine Frage der Sicherheit vor Ort. Seine Themen wirken auf den ersten Blick groß: nachhaltige Stadtentwicklung, Klimawandel, Verkehr. Doch Henry denkt sie konkret.

Kleine Stellschrauben drehen

Bei der Sanierung der Ripphausstraße etwa geht es um mehr als Asphalt. Mehr Parkplätze oder mehr Bäume? Versiegelte Fläche oder Aufenthaltsqualität? „Das sind die kleinen Stellschrauben, an denen man drehen kann“, sagt er. Auch bei der Diskussion um die B474n hat er sich klar positioniert. Er befürwortet den Bau, weil die Umgehungsstraße die Leveringhäuser Straße entlasten und den Verkehr in Waltrop reduzieren könne. Gleichzeitig betont er die Bedeutung von Ausgleichsflächen und einer sorgfältigen Abwägung.

Für ihn ist entscheidend, dass Argumente offen auf den Tisch kommen. Dass Entscheidungen nachvollziehbar sind. Sein Kalender ist voll: Ausbildung, Studium, Feuerwehr, Ratsarbeit. „Ich habe eigentlich immer etwas zu tun“, sagt er und lächelt. Sitzungen dauern oft mehrere Stunden, dazu kommen Klausurtagungen und intensive Vorbereitungen. Lohnt sich der Aufwand? Für Henry lautet die Antwort eindeutig ja. „Weil Politik Gestaltung ermöglicht und konkrete Veränderungen an stößt. Und weil man eigene Anträge stellen und andere überzeugen kann“, sagt er.

Info
Stadt Waltrop

Frau Tamina Forytta
Münsterstraße 1
45731 Waltrop

tamina.forytta@waltrop.de
www.waltrop.de

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