Zum Inhalt springen
Schulmodell mit Zukunft
Ahmet Akbulut (l.), Mathe- und Techniklehrer (MINT-Koordinator / Koordinator Technikzentrum) der Gesamtschule Waltrop unterstützt Schüler bei der Vorbereitung auf die Berufswelt. Foto: Marco Stepniak

Schulmodell mit Zukunft

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: Jennifer von Glahn

Wie die Gesamtschule Waltrop mit einem Technikzentrum Schule und Arbeitswelt erfolgreich verbindet.

Mehrmals in der Woche verwandelt sich der Unterricht für Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Waltrop in ein lebendiges Experimentierfeld für moderne Arbeitskulturen. Was zunächst als Schulentwicklungsprojekt startete, hat sich längst zu einem echten Zukunftsmodell entwickelt: Ein Coworking-Space, in dem Schüler, Lehrkräfte und externe Experten gemeinsam arbeiten und voneinander profitieren. Die offene Arbeitsumgebung erinnert wenig an klassischen Unterricht. Jugendliche setzen sowohl Handwerksgeräte als auch digitale Tools selbstverständlich ein. Lehrer wechseln in die Rolle der Lernbegleitenden, während externe Fachleute aus Waltroper Unternehmen aus Industrie oder Handwerk Einblicke in reale Arbeitsprozesse geben.

So entsteht eine Kultur, bei der Zusammenarbeit, Eigenverantwortung und Kreativität im Mittelpunkt stehen. Seit November 2023 verfügt die Gesamtschule Waltrop über das erste zdi-Technikzentrum an einer Schule in NRW. Mit Unterstützung des Landes ist ein praxisnahes Berufsorientierungsangebot entstanden, das Schule und Wirtschaft intelligent miteinander verzahnt.

Digital und analog

Die Werkstatt des Technikzentrums bietet 15 modern ausgestattete Arbeitsplätze mit Laptops, Tablets, Präsentationstechnik sowie Werkzeuge und Maschinen aus verschiedenen technischen Bereichen. „Hier finden kontinuierlich Workshops statt, die Einblicke in Berufsfelder ermöglichen. Nicht im Klassenzimmer, sondern in einer authentischen Arbeitsumgebung“, sagt Ahmet Akbulut, Mathe- und Techniklehrer (MINT-Koordinator/Koordinator Technikzentrum) an der Gesamtschule Waltrop. Über 20 Betriebe aus Waltrop engagieren sich bereits in diesem Netzwerk. Alle beteiligten Unternehmen laden vier- bis fünfmal pro Schuljahr technik- und handwerksinteressierte Schüler ihren Workshops ein. „Die Schülerinnen und Schüler können hier ohne Leistungsdruck Neues lernen und sich ausprobieren. Da Mitarbeitende aus Unternehmen aktiv einbezogen werden und praxisnahe Erfahrungen weitergeben, entstehen außerdem wertvolle Verbindungen zur Arbeitswelt“, so Akbulut.

Zukunft im Blick

Die Bilanz kann sich sehen lassen: 23 abgeschlossene Ausbildungsverträge, 31 vermittelte Praktika und 11 Ferienjobs. „Das ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie gut die Verbindung von Schule und Arbeitswelt funktioniert“, so Akbulut weiter. Die persönlichen Begegnungen, die beim gemeinsamen Arbeiten entstehen, ermöglichen echte Einblicke in den Berufsalltag. Die Gesamtschule Waltrop zeigt, wie Schule aussehen kann, wenn sie die Zukunft ihrer Schülerinnen und Schüler im Blick hat. 

Info
Gesamtschule Waltrop

Brockenscheidter Str. 100
45731 Waltrop

Artikel teilen:

Mehr aus Ihrem Vest: