Wie aus einer ehemaligen Kneipe ein familiengeführtes Bistro mit indischen Wurzeln wurde.
Manche Namen gehören einfach zu einer Stadt. Das Bistro Journal in Waltrop ist so ein Fall. Als Joginder Singh und seine Familie den Betrieb an der Lehmstraße 2022 übernahmen, stand schnell fest, dass der Name „Journal“ bleiben sollte. Viele Menschen kannten das Lokal bereits seit Jahren. „Das Journal war schon immer eine Institution in Waltrop“, sagt die Familie. „Deshalb wollten wir den Namen unbedingt erhalten.“
Schon 2004 war die Familie in der Hagelstraße aktiv. Damals hatte das Lokal noch deutlich mehr den Charakter einer klassischen Kneipe. Mit der Zeit entstand jedoch die Idee, etwas Neues daraus zu machen. Heute empfängt das Journal seine Gäste als Bistro mit einer abwechslungsreichen Speisekarte und entspannter Atmosphäre. „Wir wollten weg von der Partykneipe und mehr in Richtung Bistro und Restaurant gehen“, erzählt die Familie.
Das Herzstück des Angebots ist die indische Küche der Familie. Die Eltern stammen aus Indien, Vater Joginder Singh lebt seit rund 40 Jahren in Deutschland, Mutter Paramjit Kaur Singh seit etwa 35 Jahren. Viele Rezepte stammen direkt aus der eigenen traditionellen Küche. „Das sind unsere Familienrezepte. Man kennt manche Gerichte vielleicht aus anderen Restaurants, aber wir geben ihnen unseren eigenen Touch von zu Hause.“
Besonders beliebt ist das Butter Chicken, das auf der Speisekarte die Nummer 180 trägt. Auch Chicken Tikka Masala gehört zu den Favoriten der Gäste. Wer vegetarisch oder vegan essen möchte, findet ebenfalls eine große Auswahl. Ein Klassiker ist Dal Makhani mit indischen Linsen. Dazu kommen Gerichte wie Matar Paneer und frisch gebackenes Naanbrot.
Nähe und Gastfreundschaft
Auch die nächste Generation ist helfend eingebunden. Gurleen Singh ist 25 Jahre alt und studiert Wirtschaftswissenschaften. Gemeinsam mit ihren beiden Brüdern unterstützt sie den Familienbetrieb. Von klein auf hat sie erlebt, was ein Familienrestaurant ausmacht. „Man baut eine Beziehung zu den Gästen auf. Man kennt die Menschen, spricht mit ihnen und freut sich, wenn sie wiederkommen.“
Genau dieses familiäre Miteinander macht das Journal für viele Gäste besonders. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen große Ketten besuchen, setzt die Familie auf Nähe, Gastfreundschaft und persönliche Gespräche. Oder, wie sie selbst sagt: „Am schönsten ist es, wenn sich die Gäste bei uns ein bisschen wie zu Hause fühlen.“