Das Traditionsunternehmen Geiping zeigt, wie Technologie und Flexibilität den Arbeitsalltag nachhaltig verändern können.
Es ist kurz nach halb fünf morgens, als in der Filiale am Herdicksbach die ersten Lichter angehen. Noch ist es draußen dunkel, drinnen laufen bereits die Öfen von selbst hoch und sind so programmiert, dass das Team nicht früher kommen muss, als nötig. In der Backstube begrüßt ein junger Mann die Kollegen und wirft einen schnellen Blick auf die App, die ihm die Tagesplanung zeigt. Der junge Mann ist Oguzhan Saribasak, Filialleiter und stellvertretender Bezirksleiter, mit gerade Mitte zwanzig. Vor einigen Jahren stand er noch als Auszubildender hinter der Theke. Heute verantwortet er vierzehn Mitarbeitende und mehrere Standorte.
Zwischen dem Klappern der Backbleche und dem ersten Kundenkontakt erzählt er, dass ihn Geiping auf diesem Weg begleitet hat. „Ich bekam früh die Möglichkeit, mich zu beweisen und Verantwortung zu übernehmen. Das Unternehmen hat mir alles zur Verfügung gestellt, was ich dafür brauche, bis hin zu Weiterbildungen. Es fühlt sich an, als wäre das gesamte Programm individuell auf mich zugeschnitten“, so der junge Mann in der Führungsposition. Die Verantwortung ist groß. Seine Mitarbeitenden muss er so einteilen, dass die Filiale zu allen Öffnungszeigen ausreichend besetzt ist. „Flexibilität spielt eine entscheidende Rolle.“
Orientiert am Menschen
Die Arbeitszeitmodelle bei uns sind nicht starr, sondern orientieren sich an den Lebensrealitäten der Mitarbeitenden“, sagt Geipings Personalleiterin Nicole Kuhlmann. Dienstpläne werden monatlich erstellt, persönliche Wünsche lassen sich im Voraus eintragen und Krankmeldungen laufen digital und unkompliziert. Für Eltern gibt es sogar sogenannte „Mama-Schichten“, die sich nach Kita- und Schulzeiten richten, Studierende können ihre Blockzeiten hinterlegen. Auch Frühaufsteher, Spät- oder Mittagsmenschen finden passende Arbeitszeiten. „In unserem Unternehmen betrachten wir die Menschen. Wir streuen nicht einfach mit der Gießkanne, sondern gehen auf jeden individuell ein“, so Kuhlmann.
Moderne Tools
Damit diese Flexibilität im Alltag funktioniert, setzt Geiping auf moderne Tools. Mitarbeitende haben über eine App Zugriff auf ihre Schichten, Urlaubsanträge und Stundenkonten „Selbst im Urlaub oder von zu Hause kann man einen Blick auf den Monat werfen“, so Kuhlmann. Doch trotz dieser Digitalisierung bleibt die persönliche Nähe das Herzstück der Unternehmenskultur. Filialleiter Oguzhan Saribasak arbeitet mit hinter der Theke, ist für sein Team erreichbar und sucht aktiv das Gespräch. Private Situationen werden einbezogen und wenn jemand Unterstützung braucht, wird gemeinsam eine Lösung entwickelt, sei es durch Schichttausch oder temporäre Entlastung. Mit derzeit fünfzig Filialen und einer weiteren an der Husemannstraße, die gerade entsteht, wächst Geiping stetig weiter.