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Familie über Umwege
Foto: Volker Beushausen

Familie über Umwege

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: Jennifer von Glahn

Der Weg zur eigenen Familie führte Lars und Patrick über eine Leihmutterschaft.

Lars und Patrick Pompös aus Datteln sind seit zehn Jahren verheiratet. Die beiden hatten immer den Wunsch, eine Familie mit eigenen Kindern zu gründen. Von Anfang an stand fest, dass ihre Kinder ihre Gene tragen sollten. Doch der Weg dorthin war nicht einfach – er führte sie über Ländergrenzen hinweg und durch emotionale Höhen und Tiefen.

„Unser Weg zur Familie begann mit der Frage, wie wir unseren Kinderwunsch erfüllen können. Eine Adoption kam für uns nicht in Frage, da es immer die Möglichkeit gibt, dass die leiblichen Eltern Anspruch auf das Kind erheben. Wir entschieden uns für eine Leihmutterschaft im Ausland“, erzählt Lars. Über eine Agentur fanden die beiden Unterstützung in der Ukraine – dort werden sowohl heterosexuelle als auch gleichgeschlechtliche Paare begleitet. Dieser Weg war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Bürokratische Hürden stellten das Paar vor Herausforderungen. „Heute sind wir stolze Eltern von Rosalie und Linus.

Die Geburt von Linus fand in Prag statt, Rosalies Entbindung in Polen. Danach folgten lange Monate der Beantragung von Papieren. Erst nach zwei Jahren war alles abgeschlossen. „Jeder von uns adoptierte das leibliche Kind des anderen“, sagt Patrick. „Was uns wirklich verbindet, ist nicht die Biologie, sondern unsere Liebe“, ergänzt Lars. Heute dreht sich das Leben des Paars um die sechsjährige Rosalie und den vierjährigen Linus. Rosalie besucht die erste Klasse, Linus geht in die Kita. „Unsere Prioritäten haben sich verändert, unser Alltag ist erfüllt von Lachen und der Gewissheit, dass wir immer füreinander da sind. Wir könnten nicht glücklicher sein“, so das Ehepaar.

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