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Digitale Konstruktion und flexible Modelle
Dipl. -Ing. Bendikt Esch (r.) und Dipl.-Ing. Maik Bauer (l.)., beide Geschäftsführer, halten physisch in Händen, was digital entsteht. Foto: Volker Beushausen

Digitale Konstruktion und flexible Modelle

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: Jennifer von Glahn

Die Zukunft der Arbeit ist im Ingenieurwesen längst Gegenwart. Das zeigt ein Ingenieurbüro, das seine Arbeitsweise konsequent digitalisiert hat.

Wo früher Zeichenbrett, Papierkataloge und Meetings den Alltag bestimmten, entstehen im Ingenieurbüro Ingessta Konstruktionen nahezu vollständig digital. „Der Entwicklungsprozess beginnt zwar noch immer mit einer Idee oder einer ersten Skizze auf Papier, doch alle nachfolgenden Schritte finden am Bildschirm statt“, erklärt Geschäftsführer Benedikt Esch. „Konzepte, Layouts, Übersichtszeichnungen und die vollständige Konstruktion werden virtuell in 3D entwickelt,“ ergänzt Geschäftsführer Maik Bauer. Die Bandbreite der Projekte des Büros An der Zechenbahn reicht von Hydraulikbaggern über Handhabungstechnik bis hin zu kleinen mechanischen Zusatzeinheiten. „Manchmal kommen sogar Kunden mit außergewöhnlichen Ideen, etwa mit dem Wunsch nach einem Pissoir, das sich platzsparend in einer Wandkonstruktion versenken lässt“, so die beiden Geschäftsführer lachend. Die Digitalisierung ermöglicht es, solche Speziallösungen schnell visuell durchzuspielen.

Digitale Zusammenarbeit

Das Team besteht aus neun Mitarbeitenden, die meisten davon arbeiten im Homeoffice, manche sogar gelegentlich remote von der Nordsee aus. Die Arbeitszeitgestaltung ist flexibel, Kernarbeitszeiten sind minimal. „Entscheidend ist, dass Projekte laufen und Abstimmungen funktionieren“, so Esch. Durch Bildschirmfreigaben, Online-Besprechungen und eine enge digitale Zusammenarbeit funktioniert Remote-Arbeit nahezu reibungslos. Einmal pro Woche trifft sich das Team im Büro, um den sozialen Zusammenhalt zu pflegen. Neben der digital gestützten Konstruktion spielt auch der Einsatz moderner Software eine zentrale Rolle. Künstliche Intelligenz taucht bereits im Alltag auf, etwa beim schnellen Nachschlagen von Normen oder technischen Parametern. „Viele Informationen müssen geprüft werden, KI-Tools liefern bisher nur teilweise verlässliche Ergebnisse“, so Bauer.

Beteiligung an Zukunftsprojekt

Das Ingenieurbüro bringt sich zudem auch aktiv in das zukunftsorientierte Schulprojekt der Gesamtschule Waltrop ein. Das Unternehmen beteiligt sich an Workshops, Einblickstagen und der Begleitung von Praktikantinnen und Praktikanten. Die Ingenieure zeigen den Jugendlichen, wie moderne Produktentwicklung heute aussieht – digital, kollaborativ und oft ortsunabhängig. So erleben die Schülerinnen und Schüler hautnah, wie reale Projekte entstehen, welche Rolle digitale Kommunikation und flexible Arbeitsmodelle dabei spielen und wie vielfältig technische Berufe in der Praxis sind. Das Ingenieurbüro stärkt damit nicht nur die regionale Nachwuchsförderung, sondern bringt seine eigene Arbeitskultur unmittelbar in die Lernwelt der Schule ein.

Info
Ingessta

ingessta.de

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